Böses Blut - Kehrtwende in der Intensivmedizin >TV 18.02.15

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Böses Blut - Kehrtwende in der Intensivmedizin >TV 18.02.15

Beitrag von WernerSchell » 18.02.2015, 07:41

26.11.2014, 20:15 - 21:00 Uhr SWR Fernsehen BW, betrifft:
Wiederholung der Sendung: RBB-Fernsehen am 18.02.2015, 21.00 - 21.45 Uhr

Böses Blut
Kehrtwende in der Intensivmedizin

Bluttransfusionen können Leben retten, keine Frage. Nach Unfällen und großen Operationen gleichen sie bedrohliche Blutverluste aus. Immer mehr Analysen aber bestätigen: Bluttransfusionen können gefährlich sein. Lebensgefährlich. Die Patienten ahnen davon nichts - und weder die Ärzte noch die Betreiber des Blutspende-Systems haben großes Interesse an Aufklärung. Die einen wollen mangels Alternativen nicht unnötig Panik schüren, die anderen sorgen sich um ihr Geschäftsmodell. Die Dokumentation von Ulrike Gehring zeigt bisher unbekannte Risiken und stellt eine Gruppe mutiger Ärzte vor, die gemeinsam an Alternativen arbeiten.

Quelle und weitere Informationen:
http://programm.ard.de/TV/Programm/Send ... 3348257488

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Siehe den weiteren Filmbeitrag zum Thema:
>>> viewtopic.php?f=7&t=22360
Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
http://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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Bei Operationen mehr Eigenblut nutzen

Beitrag von WernerSchell » 13.06.2018, 10:35

Bei Operationen mehr Eigenblut nutzen
BARMER für maßvollen Einsatz von Transfusionen


Berlin, 13. Juni 2018 – Krankenhäuser sollten aus Sicht der BARMER stärker das Eigenblut von Patienten bei Operationen nutzen, um Transfusionen mit Spenderblut zu vermeiden. „Bei Eingriffen kommen Blutkonserven mitunter vorschnell zum Einsatz. Durch die sogenannte Patienten-Blut-Behandlungsplanung kann man dies vor allem bei planbaren Eingriffen verhindern. Kliniken sollten verstärkt auf dieses Konzept setzen, zumal es gerade im Sommer zu Engpässen an Spenderblut kommen kann“, sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der BARMER, mit Blick auf den Weltblutspendetag am 14. Juni.

An erster Stelle steht die Sicherheit des Patienten
Das Konzept, auch Patient Blood Management PBM genannt, fußt, so Marschall, auf mehreren Säulen. Unter anderem werde der Patient vor planbaren Operationen auf Blutarmut getestet, da bereits bei einer leichten Anämie das Risiko für Komplikationen und Tod um das bis zu Fünffache erhöht sein kann. Insofern sollten Patienten einer ursächlichen Anämie-Therapie unterzogen werden. Dies steigere die eigenen Blutreserven. Zudem würden durch diverse Maßnahmen unnötige Blutverluste und damit unnötige Fremdbluttransfusionen vor, während und nach dem Eingriff um bis zu 50 Prozent vermieden. „Beim PBM-Konzept geht es nicht nur darum, kostbare Blutreserven zu schonen. An erster Stelle stehen die Gesundheit und Sicherheit des Patienten“, sagt die leitende Medizinerin der BARMER. Denn eine Bluttransfusion berge immer ein Restrisiko und könne schwere allergische Reaktionen auslösen, schlimmstenfalls mit tödlichem Ausgang.

BARMER ruft zur Blutspende auf
Eine Patienten-Blut-Behandlungsplanung sei auch deshalb so wichtig, weil in Deutschland immer mehr Blutspenden benötigt würden. Derzeit seien es rund 15.000 am Tag. „Für akute Operationen oder zur Herstellung von Medikamenten wird man weiter Spenderblut oder dessen Bestandteile benötigen. Deshalb appellieren wir an die Bürger nach wie vor, zur Blutspende zu gehen. Sie können damit Leben retten“, sagt Marschall. Die PBM sei als wertvolle Ergänzung und Entlastung zu verstehen, die mittlerweile weltweit in Hunderten Kliniken jeglicher Größe durchgeführt werde.

Quelle: Pressemitteilung vom 13.06.2018
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Presseabteilung der BARMER
Athanasios Drougias (Leitung), Telefon: 0800 33 30 04 99 14 21
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Sicher durch die OP - Patient Blood Management minimiert Anzahl an Bluttransfusionen

Beitrag von WernerSchell » 10.03.2020, 13:55

Immer neue Erkenntnisse der Forschung verbessern die Versorgung von Patienten bei Operationen. So haben Wissenschaftler herausgefunden, dass auch Bluttransfusionen den menschlichen Körper weit mehr belasten als lange Zeit angenommen. Darüber hinaus stellt auch die geringe Blutspendebereitschaft ein großes Problem dar, da Blutkonserven eine knappe Ressource sind. Aus diesen Gründen wenden immer mehr Krankenhäuser das sogenannte Patient Blood Management oder auch Patienten-Blut-Management an – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. „Das Patient Blood Management legt den Fokus auf eine exakt auf die Bedürfnisse der Betroffenen zugeschnittene Therapie. Der Patient steht im Mittelpunkt und nicht das Blutprodukt“, erklärt Prof. Dr. Jürgen Lutz, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am St. Vinzenz-Hospital in Köln. Weitere Informationen in der angefügten Pressemeldung.

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Sicher durch die OP
Patient Blood Management minimiert Anzahl an Bluttransfusionen


Köln im März 2020. Immer neue Erkenntnisse der Forschung verbessern die Versorgung von Patienten bei Operationen. So haben Wissenschaftler herausgefunden, dass auch Bluttransfusionen den menschlichen Körper weit mehr belasten als lange Zeit angenommen. Der Körper reagiert auf das Fremdblut ähnlich wie bei einer Organtransplantation, sodass es zu Immunschwäche, gehäuften Tumoren, Infektionskrankheiten und in einigen Fällen sogar zu Lungenversagen, Schlaganfällen oder einem Herzinfarkt kommen kann. Darüber hinaus stellt auch die geringe Blutspendebereitschaft ein großes Problem dar, da Blutkonserven eine knappe Ressource sind. Ebenso trägt der demografische Wandel dazu bei, dass die Zahl der älteren Patienten mit erhöhtem Transfusionsbedarf steigt, während die Anzahl möglicher Blutspender sinkt. Aus diesen Gründen wenden immer mehr Krankenhäuser das sogenannte Patient Blood Management oder auch Patienten-Blut-Management an – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Hierbei setzen Mediziner vor, während und nach der Operation Maßnahmen ein, um die Patientensicherheit durch eine Stärkung ihrer körpereigenen Blutreserven zu erhöhen. „Das Patient Blood Management legt den Fokus auf eine exakt auf die Bedürfnisse der Betroffenen zugeschnittene Therapie. Der Patient steht im Mittelpunkt und nicht das Blutprodukt“, erklärt Prof. Dr. Jürgen Lutz, Chefarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am St. Vinzenz-Hospital in Köln.

Blutarmut häufig ein Problem

PBM umfasst verschiedene Maßnahmen, die sich in drei Säulen gliedern lassen. Es gilt zunächst eine Blutarmut möglichst früh beim Betroffenen zu diagnostizieren und Operationen mit hohem Risiko an Blutverlust, wenn möglich, zu verschieben. „Zum Zeitpunkt ihrer Operation leiden zwischen 10 und 50 Prozent der Patienten an Blutarmut, auch Anämie genannt“, weiß Prof. Lutz und ergänzt: „Ein häufiger Grund dafür ist Eisenmangel.“ Die Gabe von Eisen regt daher die Blutbildung an, sodass der Patient durch eigene Kraft die Sättigung des roten Blutfarbstoffs, also den Hämoglobingehalt, steigern kann. Das Auffüllen der Eisendepots gehört aber auch nach der Operation zu den entscheidenden Instrumenten für eine schnelle Genesung. Mögliche Gerinnungsstörungen, die zu einem hohen Blutverlust während der Operation führen, lassen sich häufig ebenfalls bereits im Vorfeld diagnostizieren.

Blutverlust minimieren

Eine weitere Säule stellt die Nutzung von fremdblutsparenden Maßnahmen und die Minimierung des Blutverlustes dar. So nutzen Ärzte heutzutage immer häufiger minimalinvasive Operationstechniken, bei denen das Operationstrauma möglichst klein gehalten wird, um Blutungen zu minimieren. Für eine verbesserte Gerinnungsfähigkeit während der Operation achten Mediziner und Krankenpfleger zudem beispielsweise durch Wärmedecken darauf, dass die Patienten nicht auskühlen. „Auch im Anschluss an den Eingriff gilt es die Betroffenen nicht übermäßig zu strapazieren. Beispielsweise lassen sich die Häufigkeit der Blutentnahmen und das Volumen von Blutprobenröhrchen zur Diagnostik verringern, ohne die Qualität der Ergebnisse zu beeinflussen. So bleibt das Blut da, wo es hingehört“, so der Experte. Außerdem setzt der Arzt beispielsweise während und nach der Operation die maschinelle Autotransfusion ein. Bei diesem Verfahren wird das Blut der Betroffenen gesammelt, wiederaufbereitet und gegebenenfalls zurückgegeben, wodurch sich der Einsatz von Fremdblut signifikant reduzieren lässt. Prof. Lutz erklärt: „Besonders für Patienten mit einer seltenen Blutgruppe, komplizierten Antikörperkonstellationen oder auch Menschen, die etwa aus religiösen Gründen eine Fremdbluttransfusion ablehnen, stellt dieses Verfahren ein wichtiges Instrument dar.“

Blutkonserven in Maßen einsetzen

Zur dritten Säule des Patient Blood Managements gehört eine verantwortungsbewusste Nutzung von Blutkonserven. Es geht darum, die Indikation zur Transfusion von Fremdblut strenger, also nach vorgegebenen Triggern wie zum Beispiel dem Hinweis auf Sauerstoffmangel im Blut oder Herzkreislaufstörungen, zu stellen. Das Ineinandergreifen verschiedener Maßnahmen sorgt für ein ganz individuell auf den Betroffenen ausgerichtetes Konzept, dass die Patientensicherheit vor, während und nach der Operation steigert. Eine Sensibilisierung aller Mitarbeiter im Haus stellt hierbei einen essenziellen Faktor dar. „Ein großer Vorteil besteht darin, dass durch das Patient Blood Management im Fall von großen Unglücken, unvorhersehbaren Operationen oder Zeiten erhöhten Bedarfs eine größere Menge Blutkonserven zur Verfügung steht“, so Lutz abschließend.

Weitere Informationen unter www.vinzenz-hospital.de

Quelle: Pressemitteilung vom 10.03.2020
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