
Gemeinsam stark für Menschen mit Demenz – Der „Runde Tisch Demenz“ für die Stadt Neuss
Nach seiner Gründungsveranstaltung am 17.04.2013 ist der „Runde Tisch Demenz“, initiiert von der BEKO Demenz, am 12.09.2013 mit seinem zweiten Treffen in konkrete Themen und seine vielversprechende Arbeit eingestiegen. Die Teilnehmer, Vertreter verschiedener sozialer Institutionen, möchten beim "Runden Tisch Demenz" die jeweils eigenen Kräfte und Kompetenzen bündeln, um die Situation Demenzerkrankter in der Stadt Neuss zu verbessern.
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Zur Neugründung wurde (von Manfred 'Steiner) u.a. ausgeführt:
Gemeinsam stark für Menschen mit Demenz – Der „Runde Tisch Demenz“ für die Stadt Neuss
Der "Runde Tisch Demenz" ist ein Netzwerk aus Einrichtungen, die sich in der Stadt Neuss mit der Betreuung und Begleitung von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen beschäftigen. Das Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, die Situation von Menschen mit Demenz in Neuss zu verbessern. Um die verschieden Aspekte von Demenzen deutlich zu machen, geht der "Runde Tisch Demenz" gezielt auf Vereine, Kirchen, Geschäfte, Banken, Vermieter und andere Institutionen zu, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Ziel ist es, Menschen mit Demenz dabei zu unterstützen, selbstbestimmt mit einer hohen Lebensqualität den Alltag in ihrem sozialen Umfeld zu gestalten und zu leben-
Nach seiner Gründungsveranstaltung am 17. April des Jahres 2013 trifft sich der „Runde Tisch Demenz“ im Memory Zentrum 2 mal im Jahr mit allen Mitgliedern. Die Teilnehmer sind Vertreter sozialer Institutionen, Behörden und Verbände, die sich für die Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen einsetzen. Initiiert vom Memory Zentrum, will das institutionelle Netzwerk durch eine koordinierter Zusammenarbeit sowie neue Projekte die Versorgung der Betroffenen verbessern und die Öffentlichkeit für deren Probleme und Bedürfnisse sensibilisieren.
Mitglieder des Runden Tisches Demenz Neuss
Transparenz und Offenheit statt Konkurrenz und Abgrenzung: Mit dem „Runden Tisch Demenz“ hat das Memory Zentrum ein Netzwerk ins Leben gerufen, dass sich gemeinsam für die Verbesserung der Situation von Menschen mit Demenz in der Stadt Neuss stark macht. Das fest etablierte Gremium setzt sich aus ca. 35 Vertretern sozialer Institutionen zusammen, darunter auch die acht der so genannten Steuerungsgruppe.
Inklusion statt Ausgrenzung – Lokale Lösungen für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen
Die zweimal im Jahr stattfindenden Treffen setzen jeweils einen thematischen Schwerpunkt. Von einer allgemeinen Bestandsaufnahme über die Verbesserung der medizinischen Versorgung bis hin zur Ausweitung spezieller Angebote: Die Kompetenzen der einzelnen Mitglieder werden so eingesetzt, dass Menschen mit Demenz ganz real davon profitieren können. Dabei setzt der „Runde Tisch Demenz“ auf regionale Lösungen für die Betroffenen vor Ort. Unter dem Stichwort „Quartierarbeit“ oder „quartiersnahe Betreuung“ entsteht ein Hilfsnetzwerk, das es Menschen mit Demenz ermöglichen soll, in ihrem häuslichen, lokalen Umfeld zu verbleiben und innerhalb ihrer bestehenden sozialen Strukturen zu leben. Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit und Entstigmatisierung der Erkrankung.
Wie erfahren Angehörige von Aufklärungs- und Hilfsangeboten? Wie erreicht man die Öffentlichkeit? Wie kann die Kontaktaufnahme zu den örtlichen Beratungsstellen verbessert werden? Der „Runde Tisch Demenz“ möchte die Inklusion vorantreiben und der Ausgrenzung von Menschen mit Demenz entgegenwirken. Dies wird u.a. durch gemeinsam geplante Veranstaltungen wie z.B. Tanznachmittag, Sternmarch, Ausflüge und Vorträge in den einzelnen Stadtteilen, uvm. erreicht.
Ziele des Netzwerkes
Der demografische Wandel einerseits, aber auch die Zunahme der Demenzerkrankungen in Neuss (bis 2030 Prävalenzzunahme um 100%) erfordern zunehmend Sensibilisierung aller in der Kommune lebender und arbeitender Menschen. Ziel ist es, dass Menschen mit Demenz möglichst lange selbstbestimmt in der vertrauten Umgebung leben können – diesen Wunsch hegen 95% aller älteren Menschen. Gerade für Demenzbetroffene, die mit Fortschreiten der Erkrankung zunehmend Fähigkeiten zum selbständigen Leben verlieren und Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, mangelnde Orientierung, Vergesslichkeit, Isolation und mangelnde Teilhabe als Begleitsymptome erleben, kann dieser Wunsch nur bedingt erfüllt werden.
Der demografische Wandel sorgt aber auch für andere Probleme: Zum einen wird durch die Zunahme an älteren Personen die Nachfrage nach Pflege- und Gesundheitsdiensten in den kommenden Jahren dramatisch steigen. Zum anderen nimmt der Fachkräftemangel stetig zu. Es ist deshalb von elementarem Interesse, dass ältere Menschen generell unabhängig von professionellen Diensten solange wie möglich und gewünscht durch Maßnahmen im Quartier ein selbstbestimmtes Leben führen können. Im Sinne der Inklusion sollte das Ziel der Quartiersarbeit ein für alle BürgerInnen attraktiver Stadtteil sein, in dem einzelne Personengruppen wie etwa ältere oder demente Menschen mit ihren Bedarfen als gar nicht mehr besonders wahrgenommen werden. Der größte Teil der Pflege älterer Menschen geschieht derzeit in privaten Haushalten. 70% der Pflegebedürftigen werden zu Hause versorgt – meist durch Angehörige. Aus diesen Gründen sind Systeme zur Unterstützung und dauerhaften Entlastung zu schaffen. Es muss Aufgabe aller Menschen in der Kommune sein, die äußeren Rahmenbedingungen so anzupassen, dass Menschen mit Demenz weiterhin am öffentlichen Leben teilnehmen können. Dies ist erreichbar durch viele ineinander abgestimmte Unternehmungen, von der Entstigmatisierung bis hin zum demenzgerechten Quartier. Das negative Bild der Erkrankung in der Öffentlichkeit kann durch viele kleine Schritte verändert werden.
Das Netzwerk Demenz möchte auch für die seit mehreren Jahren in Deutschland erprobten präventiven Hausbesuche (PHB) im Rahmen von Modellprojekten bzw. Versorgungsverträgen in Neuss Wegbereiter sein. Expertinnen und Experten sind sich einig, dass präventive Hausbesuche dazu beitragen, älteren Menschen einen längeren Verbleib in der eigenen Häuslichkeit zu ermöglichen. Die Idee ist, mit den Vereinen, Kirchen, Geschäften, Banken, Vermietern usw. ins Gespräch zu kommen, um verschiedene Aspekte der Erkrankung deutlich zu machen. Unser Ziel ist es daraufhin zu arbeiten, dass Menschen mit Demenz viele Möglichkeiten bekommen, den Alltag im Umfeld selbst zu gestalten. Projektziele sind demnach
1. Sensibilisierung der Öffentlichkeit/der Akteure und Menschen im Stadtteil
2. Gemeinsame Räume der Begegnung zu schaffen
3. Aktivitäten von Menschen mit Demenz zu Fördern
Qualitätssicherung
Alle Teilnehmer des Runden Tisches sind seit vielen Jahren beruflich in dem Thema engagiert. Es gibt gute Ansätze und Projekte zu dem Thema "demenzfreundliche Kommune". Es geht um die Koordination und Vernetzung der einzelnen Angebote; es geht darum Bedarfe schneller zu erkennen und neue Strukturen zeitnaher anzuregen und zu initiieren.
Erfahrungsstand:
Bei den Teilnehmern der Steuerungsgruppe handelte es sich um Experten, die viele Jahre Erfahrung in der Beratungsarbeit bzw. in der Verwaltungsarbeit haben. Daneben gibt es übergeordnete kreisweite Mitarbeit der Teilnehmer am Arbeitskreis Demenz der Gesundheitskonferenz im Rhein-Kreis Neuss, Kooperation mit der Stadt Neuss und der örtlichen Alzheimergesellschaft, dem Demenz-Servicezentrum Region Düsseldorf, den Wohlfahrtsverbänden und dem gerontopsychiatrischen Fachkrankenhaus. Als einzelne gemeinsame Projekte kann man hier zum Beispiel
folgende Punkte nennen:
- Unterarbeitskreis Demenzfreundliche Kommune
- Gemeinsame Aktionen zum Weltalzheimertag
Vernetzung zum Arbeitskreis Demenz des Rhein Kreis Neuss gewährleitet den Austausch mit allen Anbietern im Kreisgebiet und koordiniert Vorgehen und Absprachen. Die Mitarbeiter der Steuerungsgruppe sind in ihren Institutionen verschiedenen Qualitätsmanagement Systemen zugeordnet. Der Arbeitsauftrag der Netzwerkarbeit ist hier jeweils in die Einzelnen Systeme integriert. Beispielhaft der Qualitätsbericht der St. Augustinus-Gruppe ( Memory Zentrum)
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Gesprächspartner für die Steuerungsgruppe:
Renate Gerlach - Dilpom-Sozialpädagogin, Caritasverband Rhein-Kreis-Neuss
Angelika Hochstrate - Diplom-Sozialpädagogin, Diakonisches Werk Neuss
Karin Kalina - Bachelor of Arts Soziale Arbeit, Alzheimer-Gesellschaft
Michael Kallen - Sachgebietsleiter „Hilfen in besonderen Lebenslagen“, Amt für Soziales Stadt Neuss
Birgit Meyer - Diplom-Sozialpädagogin, Demenz-Servicezentrum Region Düsseldorf
Gisela Roth-Demirbilek - Diplom-Sozialpädagogin, AWO Neuss e.V.
Werner Schell - Dozent für Pflegerecht und Vorstand Pro Pflege- Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
Manfred Steiner - Sprecher des „Runden Tisch Demenz“ und Leiter BEKO Demenz
Info: Manfred Steiner - Ltd. Dipl. Sozialpädagoge - BEKO Demenz - Beratung & Koordination
Hausanschrift: Stresemannallee 6 - 41460 Neuss
T 02131-5291-5666 Mobil: 0173/5444634
F 02131-5291-5667
M.Steiner@ak-neuss.de
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Die Neuss-Grevenbroicher Zeitung hat am 14.09.2013 berichtet und getitelt:
"Netzwerk Demenz ist gegründet".
+++ Anmerkung der Moderation am 20.09.2013: +++
Ministerin Steffens:
Menschen mit Demenz gehören in die Mitte der Gesellschaft
Forum: http://www.wernerschell.de/forum/neu/vi ... hp?t=19615


