Jugendbefragung zur Attraktivität sozialer Berufe vorgestellt

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Jugendbefragung zur Attraktivität sozialer Berufe vorgestellt

Beitrag von WernerSchell » 24.07.2020, 16:54

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Jugendbefragung zur Attraktivität sozialer Berufe vorgestellt


Das Potenzial ist da: Knapp ein Viertel der Jugendlichen kann sich vorstellen, in der Kindertagesbetreuung oder in der Pflege zu arbeiten. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, die im Auftrag des Bundesjugendministeriums durchgeführt wurde.

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Dr. Franziska Giffey mit dem neuen Booklet "Systemrelevant - Fachkräfte in der Pflege"
© BMFSFJ


Soziale Berufe sind für Jugendliche grundsätzlich attraktiv. Knapp ein Viertel kann sich vorstellen, in der Kindertagesbetreuung (24 Prozent) beziehungsweise Pflege (21 Prozent) zu arbeiten. Beide Berufe werden als anspruchsvoll und abwechslungsreich betrachtet. Die wichtigsten Kriterien der Jugendlichen für die Berufswahl werden allerdings nur teilweise erfüllt: Sie bewerten die Weiterentwicklungs- und Karrierechancen kritisch und nehmen das Gehalt als zu gering wahr. Das sind die Ergebnisse der repräsentativen Jugendbefragung "Kindertagesbetreuung und Pflege - attraktive Berufe?" > https://www.bmfsfj.de/blob/jump/158240/ ... g-data.pdf . Die Zahlen wurden im Auftrag des Bundesjugendministeriums vom Sinus-Institut erhoben. Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey hat die Ergebnisse am 7. Juli gemeinsam mit Dr. Silke Borgstedt, Director Research & Consulting am Sinus-Institut, in Berlin vorgestellt

Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey:

"Wir brauchen dringend Nachwuchskräfte für die Pflege und die Frühe Bildung. Gerade die vergangenen Monate haben uns gezeigt, dass Pflegefachkräfte und Erzieherinnen und Erzieher für unsere Gesellschaft doppelt systemrelevant sind: Sie leisten nicht nur hochqualifizierte Arbeit, sondern sichern zusätzlich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Millionen Mütter, Väter und Angehörige. Wir sind bei der Aufwertung dieser Berufe wichtige Schritte vorwärtsgekommen. Potenziale für die Berufswahl liegen vor allem auch bei Jugendlichen mit Abitur und jungen Männern.

Die Ausbildungsbedingungen haben sich deutlich verbessert und ich freue mich über das verbreitete Interesse der Jugendlichen. Die Studie zeigt aber auch: Wichtige Hebel, um die Jugendlichen für einen Berufseinstieg zu gewinnen, sind mehr Gehalt, bessere Arbeitsbedingungen und Aufstiegsmöglichkeiten. Hier wollen wir mit Ländern und Tarifpartnern weiter vorankommen."

Dr. Silke Borgstedt:

"Die eigene berufliche Zukunft betrachten Jugendliche als ungewiss und voller Herausforderungen - auch angesichts aktueller Krisen. Indem Berufe im Bereich Gesundheit und Soziales nun prominenter im öffentlichen Rampenlicht stehen, verschiebt sich das Bewertungsraster von Berufsfeldern, das heißt die Einschätzung, welche Berufsgruppen in der Gesellschaft hohe Anerkennung genießen. Durch die damit verbundene gestiegene Wertschätzung sozialer Berufe und ihrer Repräsentantinnen und Repräsentanten geraten sie auch stärker in das Blickfeld von Jugendlichen, die sich bislang weniger mit diesem Feld auseinandergesetzt haben. Hieraus ergeben sich neue Potenziale - sofern entsprechende Voraussetzungen künftig erfüllt werden."

Interesse der Jugendlichen weiter erhöhen
Knapp ein Viertel der befragten Jugendlichen kann sich vorstellen, in der Kindertagesbetreuung (24 Prozent) und Pflege (21 Prozent) zu arbeiten. Davon ist jeweils eine Kernzielgruppe (sechs Prozent Kita und vier Prozent Pflege) sehr interessiert und kann als bereits erreicht charakterisiert werden. Die weiteren 18 Prozent (Kita) beziehungsweise 17 Prozent (Pflege) sind als Potenzialzielgruppe grundsätzlich interessiert, müssen aber noch stärker aktiviert werden. Weitere 26 Prozent (Kita) beziehungsweise 20 Prozent (Pflege) sind aktuell nicht an einer Tätigkeit in einem dieser Berufe interessiert, aber am Berufsfeld insgesamt in den Bereichen Soziales/Pädagogik beziehungsweise Gesundheit/Pflege.

Quelle: Pressemitteilung vom 07.07.2020
https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/ ... llt/158254


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Ärzte Zeitung vom 07.07.2020:
Umfrage „Aufwertung sozialer Berufe“
Jeder fünfte Jugendliche kann sich Pflegetätigkeit vorstellen

Für viele junge Menschen gilt ein Pflegejob als anspruchsvoll und abwechslungsreich, sagt die Bundesjugendministerin. Bei der Frage der Bezahlung gebe es aber Luft nach oben. Und Geschlechterklischees seien aufzulösen.
Von Thomas Hommel
... (weiter lesen unter) ... > https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/ ... llt/158254

Deutsches Ärzteblatt vom 07.07.2020>:
Interesse an Pflegeberufen vorhanden
Berlin – Zu geringes Gehalt und mangelnde Aufstiegschancen halten viele junge Men­schen davon ab, einen sozialen Beruf zu ergreifen. Das ist das Ergebnis einer heute ver­öffentlichten Untersuchung, die das Sinus-Institut im Auftrag des Bundesfamilien­minis­teriums durchführte.
Dabei sei ein solcher Beruf für Jugendliche grundsätzlich attraktiv und rund ein Viertel könne sich vorstellen, in der Kindertagsbetreuung (24 Prozent) oder in der Pflege (21 Pro­zent) zu arbeiten. Beide Berufe werden von den Befragten als anspruchsvoll und ab­wechs­lungsreich betrachtet.
... (weiter lesen) ... > http://170770.eu1.cleverreach.com//c/33 ... 75-1fg9ag2


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Anmerkung:
Das vorgestellte Befragungsergebnis hilft - zumindest für die Pflege - allein nicht weiter. Die Arbeitsbedingungen im Pflegesystem - Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser - müssen grundlegend verbessert werden: Deutlich verbesserte Stellenschlüssel und höhere Vergütungen! Und dies ist alternativlos. Insoweit wurde von Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk immer wieder Stellung genommen. Siehe z.B. aktuell unter > https://www.wernerschell.de/forum/neu/v ... =3&t=23687

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Pro Pflege - Selbsthilfenetzwerk (Neuss)
https://www.pro-pflege-selbsthilfenetzwerk.de/
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